Steffen's Bikes

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Mein Hardtail: Haibike Greed RC


 Technische Daten:
Rahmen: UD Carbon High Modulus, Advanced Multiforming Technology

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Gabel: Rock Shox SID RL, PushLoc (100mm)
Steuersatz: FSA SX-Pro, A-Head, semi-integriert, 1 1/8" - 1,5"
Vorbau: Haibike Alu, superlight, oversize
Lenker: Haibike Ergo-Flatbar Carbon, 640mm
Griffe: SQLab 711 (rot-weiß)
Schalthebel: Shimano Deore XT SL-M 780 (3/10-fach)
Schaltwerk: Shimano Deore XT M 780 (10-fach)
Umwerfer: Shimano Deore XT 781
Kurbeln / Tretlager: Shimano Deore XT M 780, 42-32-24 Zähne
Innenlager: VP-BC73T
Pedale: Ritchey WCS V5 Paradigm
Bremsen: Magura MT 4 Disc 180/160 mm
Naben: Fun Works N-Light
Felgen: No Tubes ZTR Olympic
Reifen: Schwalbe Rocket Ron 26x2.25
Schläuche: Aircomp Latex C4 (SV)
Sattel: SQLab 611 (rot-weiß)
Sattelklemme: Haibike
Masse ("Gewicht"): 9,55 kg

 

Nachdem mir Langfinger im Sommerurlaub 2010 mein altgedientes `97er Stevens 8.5.2 vom Wohnmobil entwendet haben, nannte ich das Canyon Grand Canyon 9.0 gut 4 Jahre lang mein Eigen. Durch einen sehr guten Deal habe ich im April 2015 das Canyon gegen ein fast neues Haibike Greed RC in 26" eingetauscht. Wie schon das Canyon besitzt auch das Haibike Greed eine hochwertige Ausstattung und Komponenten, über die man wie so oft nicht viel zu sagen bzw. schreiben braucht. Wer Bike-Magazine und Tests liest und sich auskennt, wird um die Erhabenheit der meisten Komponenten wissen. Nebenbei baut das Greed RC nun einem sehr schönen Carbonrahmen auf, während das Nerve 9.0 noch einen Alurahmen hatte.
Angegeben wird das Greed RC von Haibike mit 9,4 kg. Wie immer ist diese Masse-Angabe ohne Pedale - aber ansonsten nicht ganz aus der Welt gegriffen. Real wiegt mein Bike mit Pedalen, Flaschenhalter, GPS-Halterung und Klingel (jawohl, ich stehe dazu, dass ich so was am Bike habe) 9,58 kg, was bei einem ungetunten Serienbike mit Vernunftausttatung immer ein ganz ordentlicher Wert ist. man muss allerdings dazu sagen, dass der Vorbesitzer die bei der Originalausstattung beinhalteten Crank Brothers Cobalt 3 Laufräder unbedingt behalten wollte, was für mich dank des ansonsten unschlagbaren Deals und meines ohnehin schon vorhandenen recht leichten Fun Works Laufradsatzes mit No Tubes ZTR Olympic Felgen ok war. So konnte ich an den Laufrädern noch ein paar Gramm sparen. Dabei ist das Bike sehr vortriebsstark, wendig und sportlich orientiert, ohne jedoch eine zu gestreckte Sitzposition zu haben. Es fühlt sich genauso auf engen Singletrails, Cross-Country-Strecken wie auch Touren zu Hause. Die Rock Shox SID spricht für eine Racegabel sensibel an und besitzt eine hervorragende Lockout-Funktion, die sich per Remote-Bedienung bequem vom Lenker aus bedienen lässt. Die Magura MT 4 packt leider im Vergleich mit der R1 in der Kombination 180/160 mm nicht ganz so mannhaft zu. Selbstverständlich kommt das Bike wie jedes Hardtail auf harten All-Mountain-Strecken an seine Grenzen - dafür ist es nunmal auch nicht konzipiert. Alles in allem ist das Greed RC ein gelungenes Bike, das viel Fahrspaß vermittelt.
Tuningmassnahmen:
2015
Sattel, Griffe, Pedale, Laufräder
Wie schon angedeutet wollte der Vorbesitzer die Crank Brothers Cobalt 3 Laufräder unbedingt behalten. Also baute ich meinen Fun Works Laufradsatz mit No Tubes ZTR Olympic Felgen ein. Auch Sattel, Griffe und Pedale übernahm ich vom Canyon Grand Canyon 9.0.
 
Sattel, Griffe, Kettenführung
Ich wollte schon länger am Hardtail auf die bereits am Allmountain montierten Griffe SQLab 711 wechseln. Bei der Suche bin ich dann auf eine Sonderedition in rot-weiß statt schwarz-grau gestoßen. Und wie es der Zufall will, auch gleich noch auf meinen Sattel SQLab 611 ebenfalls in weiß und mit roter Aufschrift 611 über die ganze Satteldecke. Zusammen mit einer wie die Naben und Schnellspanner rot eloxierten c.guide 2 Kettenführung passen diese neuen Teile farblich wie angegossen ans Green RC. Ganz nebenbei ergab das Design-Tuning noch eine Massereduktion um 30g auf 9,55 kg.
 
Wer mehr Info´s haben möchte darf mir gerne eine E-Mail schreiben, das Kontaktformular nutzen - oder hier geht´s zum Gästebuch.

Mein 26" Allmountain: BMC Trailfox TF01 (2012)

 
Technische Daten:
Rahmen: APS Carbon (150 mm) mit X12 Steckachse für mehr Bilder anklicken
Dämpfer: Fox Float Performance, RP2 BV
Gabel: Fox Talas Performance FIT RL, 150mm, QR15,TS
Steuersatz:  
Vorbau: Easton Haven, 55 mm
Lenker: Syntace Vector Carbon (760mm, 10mm Rise, 12°)
Griffe: SQlab 711
Schalthebel: Sram X.0
Schaltwerk: Sram X.0
Umwerfer: Sram X.0
Kurbeln / Tretlager: Sram X.0 (22-33-44)
Innenlager: Sram X.0
Pedale: Contec Rapid Flatpedal
Bremsen: Avid Elixir 9, Carbon (Disc) mit Shimano Icetec Bremsscheiben 203/180 mm
Naben: Tune King/Kong bzw. Easton Haven  
Felgen: Ryde Trace Trail bzw. Easten Haven
Reifen: Onza Ibex FR 26x2.25
Schläuche: Aircomp Latex C4 (SV)
Sattel: SQLab 611
Sattelstütze: Rockshox Reverb
Sattelklemme: Acor (ohne Schnellspanner)
Masse ("Gewicht"): 12,02 kg bzw. 12,29 kg (je nach LRS)

 


Warum ein Allmountain neben dem Race-Fully?
Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach: Ein Bike für Trails und anspruchsvolleres Gelände. Ein Bike mit guter Pedallierbarkeit bergauf (gutes, effizientes, antriebsneutrales Fahrwerk), aber auch mit Stabilität (Steckachsen), viel Federweg und massig Reserven und Fahrspaß bergab.
Kurz: Ein Bike für (fast) alle Fälle sealed
Deshalb habe ich mir im Mai 2013 das 2012er Modell des BMC Trailfox TF01 gekauft - das 2012er Modell, weil das einfach preislich sehr viel attraktiver ist, gerade bei einer Marke wie BMC. Aber: Ich wollte das schweizer Taschenmesser aufgrund seiner extrem guten Geometrie und Kinematik einfach haben.
 
Tuningmassnahmen:
2013
Eigentlich gibt es am Trailfox, zumal in der TF01-Variante, wenig zu ändern. Dennoch habe ich inzwischen einige Dinge ausgetauscht.
Reifen
Vor meinem Trail-Bikeurlaub im Vinschgau habe ich den am Hinterrad verbauten Onza Canis 2.25 gegen den Onza Ibex FR 2.25, wie er am Vorderrad verbaut ist, getauscht - und seither belassen. Dieser Reifen bietet im Vergleich zum Canis deutlich mehr Grip und Kurvenhalt, v.a. aber auch einen deutlich höheren Pannenschutz.
Pedale
Die zunächst angeschraubten gebrauchten Ritches V2 Pedale habe ich gegen die Ritchey WCS V5 Paradigm getauscht. Das hat eine Gewichtseinsparung von 111 g erbracht, so dass der schwerere Hinterradreifen gewichtsmäßig wieder drin ist.
Bremsscheiben
Unglaublich aber wahr - die aktuellen Avid Elixir Bremsen sind extrem hitzeanfällig. Schon kleine Abfahrten führen dazu, dass die Bremse zu stinken beginnt - kein vertrauenerweckender Zustand. Ich habe daher die original Avid Scheiben (180/180 mm) gegen Shimano XT Icetec Scheiben (203/180 mm) und die original Avid-Beläge gegen Trickstuff getauscht. Nun macht die Bremsanlage wieder das, was sie soll: Klaglos bremsen.
Kettenführung
Da das Trailfox 2012 noch nicht über das Type2 Schaltwerk von Sram verfügt, habe ich die BIONICON c.guide v.02 Kettenführung montiert. Mit gerade mal 20 g hält diese die Kette sicher, wo sie hingehört - und passt in "gold" (eigentlich orange) perfekt zu den orangefarbenen Hinterbaugelenken.
Sattelklemme
Die original BMC-Klemme mit Schnellspannfunktion in schwarz habe ich gegen eine zu den Hinterbaugelenken farblich passende Klemme in orange ausgetauscht. Dank Reverb habe ich dabei sogar auf einen Schnellspannfunktion verzichtet und konnte so auch noch ein paar Gramm einsparen - zumal die Acor-Schelle gerade mal 9 g auf die Waage bringt.
2014
Pedale
Da ich das Trailfox doch sehr häufig auf technisch anspruchsvolleren Trails bewege und mich dabei fahrtechnischen Herausvorderungen stellen möchte, habe ich nach langer Suche nach sehr leichten Flatpedalen die Ritchey WCS V5 Paradigm gegen das Contec Rapid getauscht. Das Rapid ist das meinen Recherchen nach einzige Flatpedal, das deutlich weniger als etwa 350 Gramm wiegt. Genau genommen bewegt es sich mit 247g sogar auf Spitzen-Klickpedalniveau - und das zu einem Preis von unter 50 Euro. Eingefleischte Enduristen oder Downhiller werden am Contec Rapid zwar die spitzen und daher noch aggressiveren Stahlpins vermissen, doch für meinen Allmountain-Einsatz komme ich nach einer gewissen Eingewöhnungszeit (das Fahren mit Flatpedalen war nach 30 Jahren "fester" Bindung zum Pedal doch erst mal ungewohnt) mit den etwas stumpferen Alu-Pins gut zurecht. Ein Vorteil der Alu-Pins ist auch die geringere Verletzungsgefahr von Schienbein und Wade, sollte man damit mal Bekanntschaft mit dem Pedal machen.
2015
Laufradsatz
Nachdem ich mir durch einen Durchschlag die Easton Haven Hinterradfelge zerstört hatte, und mir ohnehin schon lange ein Tune-Laufradsatz im Hinterkopf herumspukte, war es dieses Jahr so weit. Passend zu den orangen Details des Trailfox TF01 habe ich mir einen Laufradsatz mit orangen Tune King / Kong Naben, Sapim CX Ray Speichen und Ryde Trace Trail Felgen (25mm Maulweite) gegönnt - natürlich mit orangen Speichennippeln laughing. Durch die sehr leichen Trace Trail Felgen, und natürlich durch die Tune-Naben, konnte ich die Masse (die Meisten sagen fälschlicherweise Gewicht) des Trailfox auf 12,02 kg reduzieren - und das bei den mit Knapp 700 g pro Stück nicht gerade leichten, aber voll All Mountain / Enduro tauglichen Onza Ibex FR Reifen.
Flat-Pins
Bei der Bestellung des Tune-Laufradsatzes entdeckte ich zufällig noch, dass es für das Contec Rapid Flatpedal farbig eloxierte Pedalpins gibt, die ich mir dann ebenfalls zum Farbkonzept passend in orange mitbestellte.
 
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Mein 29" Allmountain: BMC Trailfox TF01 (2015)

Technische Daten:
Rahmen: APS Carbon (150 mm) mit X12 Steckachse für mehr Bilder anklicken
Dämpfer: Fox Float X Adjust CTD Factory Kashima
Gabel: Fox 34 Float CTD Adjust FIT Factory Kashima 150mm
Steuersatz:  
Vorbau: Easton Haven, 55 mm
Lenker: BMC MFB01 Carbon (750mm)
Griffe: Ergon GE1
Schalthebel: Sram XX1
Schaltwerk: Sram XX1 X-Horizon
Kassette: Sram XX1 10-42
Kurbeln / Tretlager: Sram XX1 28T
Innenlager: Sram XX1
Pedale: Contec Rapid Flatpedal
Bremsen: Sram Guide RS 200/180
Naben: DT Swiss XM 1501 Spline ONE (DT Swiss 240er)  
Felgen: DT Swiss XM 1501 Spline ONE
Reifen: Schwalbe Magic Mary 2.35 (VR)
Continental MountainKing 2.4 Protection (HR)
Schläuche: Aircomp Latex C4 (SV) 26"
Sattel: SQLab 611
Sattelstütze: Rock Shock Reverb Stealth 150mm
Sattelklemme: BMC
Masse ("Gewicht"): 13,06 kg

 

Warum noch ein 29" Allmountain neben dem 26" Allmountain?
Eigentlich bin ich eingefleischter 26"-Fahrer und Fan. Alle Welt redet aber davon, wie viel besser so ein 29"-Bike im groben Gelände funktionieren soll. Das, und die Tatsache, dass man im Jahre 2016 quasi keine 26"-Bikes mehr auf dem Markt findet, hat mich veranlasst, die schweizer Allzweckwaffe nun doch mal in 29" anzuschaffen.
Der erste Test bei Freiburg auf Rosskopf und Borderline offenbarte, dass man ein 29"-Bike mit gut 13 kg durchaus besser pedalieren kann, als ich es mir vorgestellt habe. Gerade das TF01 ist in der Tat recht agil und im Uphill dank effektivem CTD des Float X Dämpfers sehr effizient. Auch bergab fühlt man sich auf dem TF01 in 29" durchaus wohl - auch wenn ich den vielzitierten und versprochenen "Aha"-Effekt selbst auf der rupppigen Borderline nicht so recht feststellen konnte.
Erstes Fazit: Das Trailfox in 29" ist durchaus gelungen und verdient somit zu Recht einen Platz in meinem Fuhrpark.
 
Tuningmassnahmen:
2016
Eigentlich gibt es am Trailfox, zumal in der TF01-Variante, auch bei der 29"-Version aus 2015 erst mal wenig Grund, etwas zu ändern. Dennoch habe ich natürlich einige Parts ausgetauscht.
Sattel
Beim Sattel gehe ich schon lange keine Kompromisse mehr ein und fahre konsequent den SQLab 611 in 14cm Breite. Dieser Sattel kam also so gleich auch auf's 29er Trailfox.
Griffe
Nachdem ich die Ergon GE1 mal testweise ausprobiert habe, komme ich mit diesen prima zurecht. Also sind sie bislang dran geblieben.
Pedale
Wie schon am Trailfox TF01 in 26" habe ich auch am 29er die Contec Rapid Flatpedale mit ihrem sensationell geringen Gewicht von unter 250g montiert.
Flat-Pins
Passend zum Farbkonzept des TF01 2015 tauschte ich die silberfarbenen Pins der Flatpedale gegen blau eloxierte aus.
Schläuche
Wie in allen Bikes habe ich gleich auf Latexschläuche umgerüstet. Das Schöne daran: Keine Sauerrei wie bei schlauchlos mit Dichtmilch, aber deutlich leichter als die Original-Butyl-Schläuche, zumal man wegen der Dehnbarkeit von Latex problemlos 26"-Schläuche im 29er Laufrad montieren kann.
Marsh Guard
Ja, er gehört heutzutage fast schon zum guten Ton und befindet sich deshalb passend zum Farbkonzept mit blauer Schrift am TF01.
Vorderreifen
Nach matschigen Trails am Reschen, bei denen der Mountainking am Vorderrad keine extrem gute Figur gemacht hat, habe ich auf einen Schwalbe Magic Mary 2.35 umgerüstet. Auch wenn dieser deutlich schwerer ist (ca. 150 g), muss ich sagen: Vom Grip her ist das eine Offenbarung am enduroorientierten Trailbike.
 
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Mein Racefully: Cube AMS pro 100

 
 
Technische Daten:
Rahmen: Cube AMS pro 100

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Dämpfer: Fox Float RP 23 (Plattform)
Gabel: Rock Shox SID Race mit Poploc
Steuersatz: Funworks N-Light
Vorbau: Ritchey WCS, 100mm
Lenker: Ritchey WCS, 66cm Riser Bar
Griffe: Ergon GX2 Magnesium
Schalthebel: Shimano Deore XT (SL-M770)
Schaltwerk: Shimano Deore XTR (RD-M971)
Umwerfer: Shimano Deore XTR (FD-M971)
Kurbeln / Tretlager: Shimano XTR (FC-M970)
Innenlager: Shimano XTR (Hollowtech II)
Pedale: Ritchey Clipless
Bremsen: Magura Marta SL carbon (Disc) 180/160 mm
Naben: DT Swiss X 1650 (LRS 1) / Iridium (LRS 2)  
Felgen: DT Swiss X 1650 (LRS 1) / Iridium (LRS 2)
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 26x2.25
Schläuche: Aircomp Latex C4 (SV)
Sattel: SQLab 611
Sattelstütze: Ritchey (WCS)
Sattelklemme: KCNC
Masse ("Gewicht"): 11,75 kg (LRS 1) / 12,0 kg (LRS 2)

 


Der Weg zu meinem jetztigen Fully:
2002
Seit Frühjahr 2002 gehöre ich nun also auch zur Fraktion der Fully-Fahrer. Aufgrund der guten Testergebnisse und des super Preis-Leistungsverhältnisses fiel die Wahl auf ein Canyon Nerve 5. Wie Anno '97 mit meinem Stevens 8.5.2 gab es für Insider bei diesem Bike nicht viel zu sagen: Wie schon erwähnt ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis, Top-Parts, was will man(n) / frau mehr... Nachdem ich nun schon einige Fullys probehalber gefahren war, habe ich mich bewußt für einen Viergelenker entschieden. Die eher klassische Geometrie mag zwar etwas konservativ erscheinen, doch überzeugte das Nerve 5 durch eine für Viergelenker typische höhere Steifigkeit gegenüber Eingelenkern und die Möglichkeit, in kniffligen Passagen - wie sie in den Alpen doch häufig anzutreffen sind - den Sattel weit herabzuschieben.

 


Der SID-Dämpfer des originalen Canyons bedarf sicher keiner großen Erläuterungen: leicht, zuverlässig und vielfältig einstellbares Federverhalten, kombiniert mit 95mm Federweg am Hinterbau bietet er sportlich orientierten Toruenfahrern und Marathonisti / Racern alles, was zu einem Top-Dämpfer gehört. Etwas mehr Augenmerk verlangt da schon die 2002er Manitou Black Super Air. Die Verbesserungen - insbesondere in Punkto Steifigkeit - haben ihr in bislang allen Federgabeltests 2002 Spitzenplatzierungen eingebracht. Und mit ihren 100mm Federweg bietet sie dank sensiblem Ansprechverhalten und zahlreicher Einstellmöglichkeiten viel Sicherheit und Komfort, und das bei einem dank ihrer Luftfederung durchaus akzeptablen Gewicht. So lautet das Testurteil des "Mountainbike"-Magazins "überragend". Auch wird der Black Super Air volle Scheibenbremsentauglichkeit diagnostiziert, was sich am Nerve 5 bei der extrem leichten, aber dennoch mannhaft zupackenden, Marta aus dem Hause Magura bezahlt macht. Mit den weiteren leichten und dank Industrielager robusten Iridium-Parts bot Canyon somit ein hochwertiges Fully mit breiten Einsatzmöglichkeiten an, an dem es meiner Meinung und meinen Erfahrungen nach nichts auszusetzen gab.

 

2009
Rahmen und Dämpfer
Tja, ich war also rundum zufrieden, bis mir der Rahmen im Frühjahr 2009 an einer der hinteren Gelenkaufnahmen brach. Nun begann die Qual der Wahl aufs Neue. Sollte ich mir ein komplett neues Fully kaufen? Nun, es sprach natürlich vieles für ein neues Bike - die neuesten Parts, .... aber was fange ich dann mit den durchaus noch brauchbaren Parts des Canyon an? Ich entschied mich schließlich, die alten Parts weiter zu verwenden und kaufte mir recht günstig einen Cube AMS pro 100 mit Fox Float RP 23 Dämpfer. Anno '09 war das einer der angesagtesten, leichtesten und dank Plattform hochgelobtesten Dämpfer am Markt. Da konnte man nichts falsch machen. Dazu noch ein neuer Steuersatz in passender Optik, die alten Parts generalüberholt und ich hatte für laue paar hundert Euro ein Bike mit "Neu-Gefühl". Da ich jetzt diesen Weg eingeschlagen habe, das Bike nicht von der Stange neu zu kaufen, begann in diesem Moment der Aufbau eines richtiges Custom-Bikes.

 

2010
Laufradsatz
12,4 kg an einem "preisvernünftigen" Alu-Fully sind ok, aber das geht doch noch leichter. Wo spart man also am Besten Masse (umgangssprachlich Gewicht)?
Klar, die rotierende Masse (= Laufräder) muss leichter werden. Daher kommt zu meinem alten Laufradsatz des Canyon-Bikes mit Iridium-Parts (1.900 g) noch ein neuer, leichterer LRS dazu. Ich entschied mich gegen einen sündteuren LRS mit Acros, Tune, Chris King und co, und gönnte mir "nur" einen LRS mit Fun Works N-Light Naben in rot, No Tubes ZTR Olympic Felgen, Sapim CX-Ray Messerspeichen, roten Alu-Nippeln und Fun Works Titan-Schnellspannern (natürlich in rot :-) ) mit einer Masse von 1.420 g.
Federgabel
Trotz normalerweise sorgfältigem Vorgehen beim Anziehen von Schrauben passiert mir das Malheur: 2 Tage vor der Abfahrt zum Gardasee überdrehe ich das Magnesium-Gewinde der PM-Scheibenbremsenaufnahme an meiner Manitou Black Super Air. Dank längerer Schraube und 2-Komponentenkleber überlebt das Ganze eine Woche Gardasee-Trails ohne Probleme - auf Dauer ist das aber keine Lösung. Daher wurde die Black durch eine Rock Shox SID Race mit Poplock ersetzt.
Scheibenbremse
Auch die hintere Marta zieht immer wieder Luft. Einschicken einer 8 Jahr alten Bremse oder doch gleich eine neue Bremsanlage? Ich entschied mich für letzteres. In der Bucht fand ich auch das richtige Modell für mein Cube: Eine neue Magura Marta SL mit Carbonhebeln - natürlich in rot :-) .
Lenker, Vorbau, Sattelstütze
Nachdem mein neues Hardtail (die näheren Umstände siehe  mein Hardtail) nun einen "modernen" breiten Riserbar mit 66 cm hat, und die alten Iridium-Parts ohnehin aus Sicherheitsgründen (Bruchgefahr) mal ausgetauscht werden müssten, entschied ich mich, dieselben Ritchey-Parts, welche auch am neuen Hardtail sind, zu montieren.

 

2011
Griffe
Nachdem ich mir am neuen Hardtail die Ergon GX2 Magnesium montiert hatte, wollte ich auch am Fully nichts anderes mehr. Also hab ich mir die Griffe auch hier montiert. Bei manchen Sachen stimmt der Wahlspruch - so wie auch hier: Einmal Ergon, immer Ergon. Ich will nichts anderes mehr, seitdem ich die Griffe einmal gefahren bin.
Sattelklemme
Mein Schwarz-Rot-Aufbau geht weiter. nach der roten Magura Marta SL carbon und den N-Light-Laufrädern mit roten Naben und Alunippeln ziert jetzt auch ein roter KCNC-Sattelschnellspanner mein Cube.
Antrieb (Schalthebel, Umwerfer, Schaltwerk, Kurbelgarnitur)
Nach 9 Jahren hartem MTB-Einsatz waren die XT-Komponenten trotz ihrer zweifellosen Qualität und Langlebigkeit nun doch "ausgeleiert". Sie funktionierten zwar noch, doch das Schalten war alles andere mehr als "knackig". Sicher hat sich in diesem Punkt auch in den 9 Jahren nochmal einiges getan. So tauschte ich die alten LX-Shifter gegen neue 2011er XT-Shifter, den XT-Umwerfer und das XT-Schaltwerk gegen 2010er XTR-Teile der 971er Baureihe, die es mit einem guten Händchen seit Jahresbeginn 2011 für den Preis einer XT-Ausstattung zu erstehen gibt. Das bedeutet im Vergleich zur alten Ausstattung nochmal eine Massereduktion. Nach einigem Suchen fand ich dann auch noch die 970er XTR-Kurbel samt Innenlager für einen unschlagbar günstigen Preis - und noch einmal konnte ich die Masse gegenüber der alten XT (Hollowtech I) um fast 200g reduzieren.
Laufräder
Hier habe ich den Absprung von den Butylschläuchen zu Latexschläuchen vollzogen. Neben größerem Pannenschutz und besserem Rollwiderstand heißt das nochmal eine Gewichtsreduktion um 120 g im Vergleich zu Standard-Butylschläuchen.
Durch all diese Maßnahmen ist die Masse (umgangssprachlich das Gewicht) meines Cubes auf 11,5 kg (N-Light-LRS) bzw. 12,0 kg (Iridium-LRS) gesunken.
 
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Mein Rennrad: Ciöcc

Technische Daten:
Rahmen: Stahl
Steuersatz: Ritchey
Kurbeln / Tretlager: Shimano 105 (3-fach)
Innenlager: Shimano BB5500
Pedale: Ritchey Clipless
Naben: Campagnolo Chorus
Felgen: Mavic Reflex
Reifen: Continental Grand Prix 3000
Schaltwerk: Campagnolo Chorus
Umwerfer: Shimano Deore XT
Bremsen: Shimano 600
Schalt-Brems-Einheit: Campagnolo Chorus Ergopower
Sattel: Selle Italia Flite
Sonstige Parts: Ritchey
Masse ("Gewicht"): 10,9 kg

Seit Frühjahr 2001 habe ich nun dieses nicht mehr ganz aktuelle, aber immer noch qualitativ und technisch hochwertige Rennrad von der italienischen Traditionsschmiede Ciöcc. über die verwendeten Compos braucht man denke ich nicht viele Worte zu verlieren. Sowohl die Shimano als auch die Campa-Teile funktionieren einwandfrei und sind - entgegen vielerlei Behauptungen - sogar (zumindest teilweise) kompatibel. Dies gilt zumindest für die Kombination der Shimano 105er Kettenblätter mit Campa-Ritzel und Sachs-Kette. Einzig das Gewicht ist wegen des recht schweren Stahlrahmens etwas hoch. Sehr zufrieden bin ich insbesondere mit den Conti Grand Prix 3000 Reifen. Neben einer für Rennradreifen beachtlichen Laufleistung bietet dieser Reifen eine hohe Pannensicherheit und äußerst gute Fahreigenschaften.
 
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